Einsteiger

Eine Person steht hinter einem herbstlichen Strauch und hält die Hände über den Strauch. Man kann lediglich die Hände der Person sehen. In der linken Hand hält sie ein Weinglas mit Wein und in der rechten Hand eine Weinflasche vom Weingut Laible.
Eine Person steht hinter einem herbstlichen Strauch und hält die Hände über den Strauch. Man kann lediglich die Hände der Person sehen. In der linken Hand hält sie ein Weinglas mit Wein und in der rechten Hand eine Weinflasche vom Weingut Laible.

Weiß | Rosé | Rot

Auf dem langen Weg vom Weinberg ins Glas stecken jede Menge Liebe, Hingabe und handwerkliches Können. Ein Jahr lang kümmert sich der Winzer um seine Rebstöcke, um im Herbst schließlich die kostbaren Trauben zu ernten und im Weinkeller zu edlen Tropfen zu verarbeiten.

Von der Pflanzung des Rebstocks bis zur ersten ertragsreichen vergehen rund drei Jahre. Jedes Detail wird liebevoll bedacht und jeder Handgriff sitzt perfekt. Der Winzer startet sein Jahr im Januar mit dem Rebschnitt, gefolgt von vielen weiteren Schritten wie der Bodenlockerung, Begrünung und dem Binden im Frühjahr. Ab Juni geht es dann weiter mit dem Heften der Triebe, dem Ausgeizen des Laubs und dem Schneiden, um im Juli schließlich die Laubwand auszudünnen.

Der Winzer gibt alles, um seinen Weinberg zu schützen und zu pflegen. Von Frühling bis Sommer werden vielerlei Maßnahmen ergriffen, um das Wachstum der Rebstöcke optimal zu unterstützen. Jeder Handgriff, jede Entscheidung sind entscheidend für die Qualität und den Geschmack des Weins, der schließlich im Glas landet und uns mit jedem Schluck begeistert. Ein wahres Meisterwerk der Natur und Handwerkskunst. 

So genießen Sie Glas für Glas

Lesen Sie den Text zum jeweiligen Wein, verkosten Sie in Ruhe und halten Sie Ihre Eindrücke auf Ihrem Notizblatt fest. Erst dann öffnen Sie die Auflösung und vergleichen Ihre Notizen mit der Beschreibung unserer Sommelière.

Weisswein

Helle Trauben werden zu Weißwein verarbeitet. In den meisten Fällen werden die Trauben hier direkt nach der Lese abgepresst und der Traubenmost im Keller in Fässern vergoren. Heraus kommen bei Reifung in Edelstahltanks leichte, lebendige Weine zum Genuss für jeden Tag, als auch kräftige, üppige Weine aus Holzfässern als perfekte Essensbegleiter und besondere Genussmomente.

Im ersten Glas erwartet Sie ein Weißwein des Weinguts Alexander Laible. Das Weingut klassifiziert seine Weine in drei Qualitätsstufen, gekennzeichnet durch Sterne. Sie verkosten einen Drei-Sterne-Wein (***): Seine Trauben sind von besonderer Qualität und stammen aus alten Rebbeständen. Eine bewusste Ertragsreduzierung bringt komplexe und konzentrierte Weine hervor. Die Trauben sind zum Teil spontanvergoren und im Edelstahltank ausgebaut. 

Die Rebsorte ist weit über Durbach hinaus bekannt und gilt gerne als Königin der Weißweine. Der Wein passt wunderbar zu leichten Vorspeisen, Gerichten mit dezenter Schärfe oder solo zum Aperitif. Entdecken Sie ihn zum Beispiel in unserer Weinreise am Dienstag, passend zum Tatar vom heimischen Rehwild.

Roséwein

Dunkle Traubensorten wie Spätburgunder, Lemberger oder Trollinger tragen ihre Farbe nur in der Schale. Saft und Fruchtfleisch sind hell. Deshalb kann der Winzer aus ihnen Weißwein, Rosé oder Rotwein machen, je nachdem, wie lange der Saft Kontakt mit der Schale hat.
Für Rosé werden die Trauben nach der Lese leicht angequetscht und etwa 4 bis 6 Stunden stehen gelassen. Diese Phase heißt „Maischestandzeit“. Dabei löst der Saft die Farbpigmente aus der Schale und bekommt seine typische lachsrosa Farbe. Erst danach wird gepresst. Grundsätzlich gilt: Je länger die Standzeit, desto kräftiger die Farbe.
Das Ergebnis sind fruchtig-frische Roséweine, ideal für den Sommer auf der Terrasse oder zu Fisch, Salat und hellem Fleisch.

Im zweiten Glas erwartet Sie ein Roséwein des Bioweinguts Glanzmann aus Durbach. Der Wein ist eine Cuvée aus zwei roten Rebsorten. Die erste ist eine klassische Burgunderrebe und in Baden seit Jahrhunderten zuhause. Die zweite ist eine junge Neuzüchtung, die Pilzkrankheiten von Natur aus gut widersteht und so den biologischen Weinbau unterstützt.

Achten Sie beim Verkosten besonders auf die Farbe: Sie verrät, wie lange Saft und Beerenhaut während der Maischestandzeit miteinander in Kontakt waren. Wie hell oder kräftig erscheint Ihr Rosé?

Rotwein

Rotwein entsteht nur aus blauen Trauben. Dabei gibt es zwei Sorten: Trauben mit dunkler Schale und hellem Fruchtfleisch sowie durchgefärbte Trauben, bei denen auch das Fruchtfleisch rot ist. Bei der ersten Sorte muss die Farbe erst aus der Schale gelöst werden. Dafür gibt es zwei Verfahren:
Maischeerhitzung: Die zerdrückten Trauben werden auf 45 bis 85 Grad erhitzt. Die Wärme löst den Farbstoff aus der Schale. Danach wird gepresst, und der rote Most wird im Keller vergoren und ausgebaut. Das geht schnell, sodass der Winzer im Herbst mehr Trauben verarbeiten kann. Die Weine schmecken meist fruchtiger und haben weniger Gerbstoffe.
Maischegärung: Die Beeren werden von den Stielen getrennt und als ganze Beeren vergoren. Während der Gärung geht die Farbe aus der Schale in den Saft über. Erst danach wird gepresst. Der Jungwein reift anschließend mehrere Monate im Fass, bevor er abgefüllt wird.

Im dritten Glas erwartet Sie ein Rotwein des Weinguts Heinrich Männle. Die Rebsorte stammt ursprünglich aus dem Burgund, ist heute die wichtigste rote Rebsorte Badens und gilt als anspruchsvoll im Anbau. Der Wein trägt das Prädikat Kabinett: ein Hinweis auf feine, leichte Weine aus reifen Trauben.

Er passt wunderbar zu Geflügel, Pilzgerichten und Wild oder zu einer Vesper mit kräftigem Käse. Denken Sie beim Verkosten an die zwei Verfahren der Farbgewinnung: Welches vermuten Sie bei diesem Wein?

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